Seit Jahrzehnten gilt Günther Paal alias Gunkl als die intellektuelle Speerspitze der österreichischen Kabarettszene. Seine mittlerweile zwölf Soloprogramme stellen ebenso Ausnahmererscheinungen in der Branche dar, wie ihre reduzierte Darbietungsform. Wie angewurzelt steht Gunkl zumeist in Bühnenmitte, spricht und gestikuliert. Was er sagt, erfordert vom Publikum nicht wenig an Konzentration. Wer einmal den Faden verliert, braucht meist eine Weile, bis er wieder folgen kann. Die Belohnung für die Aufmerksamkeit ist aber etwas, das in der Kleinkunst leider immer seltener wird: Echter Erkenntnisgewinn, ungewohnte Perspektiven und neue Horizonte - das ist es, was Gunkl seinem Publikum mit auf den Weg gibt. Dieses dankt es ihm mit treuer Anhängerschaft.
Erste Bekanntheit erlangte Gunkl als Bandmitglied und Sidekick von Alfred Dorfer, dessen Programme er über viele Jahre begleitet hat. Neben regelmäßiger Tätigkeit in kabarettistischen Duo-Projekten, u. a. mit Gerhrad Walter, Werner Brix und Uta Köbernick, wie auch als Mitglied diverser Musik-Formationen sind es vor allem die Soloprogramme, die den Kern von Gunkls Schaffen bilden. Zwölf davon sind seit 1994 entstanden, aktuell bereist Gunkl seit Herbst 2017 mit "Zwischen Ist und Soll - Menschsein halt" die Bühnen des deutschsprachigen Raumes. Im Lauf seiner Karrriere wurde sein Werk bereits mit mehreren Preisen honoriert, darunter etwa dem Deutschen Kleinkunstpreis (2005) oder dem renommierten Prix Pantheon (2011). Mit dem Österreichischen Kabarettpreis wird ihm nun auch in der Heimat die Ehre zuteil, die ihm gebührt.
Der Förderpreis geht in diesem Jahr an den Newcomer Christoph Fritz, der mit seinem Programmdebut "Das jüngste Gesicht" seit geraumer Zeit für Furore sorgt. Mit dem Sonderpreis wird die Erste Allgemeine Verunsicherung ausgezeichnet.
Der Österreichische Kabarettpreis wird am 26.11.2018 um 19:30 im Rahmen einer Gala im Globe Wien verliehen. Tickets: www.oeticket.com
Hier geht es zu den aktuellen Spielterminen von Gunkl und Christoph Fritz.