Miss-Verstaendnis! Neue Wege der Politik mit Model-Charakter.
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Miss-Verstaendnis! Neue Wege der Politik mit Model-Charakter.
Gleich vorweg: Wir haben nichts gegen Studierende! So lange sie sich ordentlich benehmen und sich anpassen und arbeiten gehen. Demonstrationen stellen ein demokratisches Grundrecht dar und sollten daher ohne jegliche Zugangsbeschränkung möglich sein.
Aber warum immer den Verkehr blockieren? Wenn wir jetzt – sagen wir – sämtliche Protestkundgebungen gegen eine angemessene Demo-Gebühr auf den Truppenübungsplatz Allentsteig verlegen könnten, wären erstens die Teilnehmenden durch unser Heer gut gesichert, und wir Autofahrer hätten es in der Wiener Innenstadt auch viel leichter. Sind wir uns ehrlich – Demokratie besteht aus Kompromissen. Da müssen alle ihren Teil beitragen.
Und während auf den Unis Studierende die 1. Offenen Österreichischen Basisdemokratie-Spiele mit deutscher Beteiligung abhalten, denken andere Gott sei Dank ernsthaft über Reformpläne im Bildungswesen nach.
Christine Reiler zum Beispiel, Ex-Miss Austria (2007) und Ex-Miss Rogan (2009), analysierte unlängst scharfsinnig:
„Die Demonstranten sollen aufpassen, dass sie durch Sauforgien kein falsches Bild vermitteln.“, um gleich darauf auch nachhaltig das Medizin-Studium zu reformieren:
„Statt theoretischer Eingangsprüfungen einfach die Anfänger eine Zeit lang als Krankenpfleger arbeiten lassen.“
Das freut selbstredend die österreichische Pflege-Szene, die seit 2 Jahrzehnten versucht, 100 fehlende Jahre der Professionalisierung in diesem Bereich nachzuholen, und dieses „Pflegevolontariat“ erzeugte mit Sicherheit auch den nötigen Rückenwind für die Etablierung der Pflegewissenschaft an den Unis oder einer Pflegekammer. Wäre Frau Reiler solcherart bei Herrn Berlusconi vorstellig (oder –legrig) geworden, wäre sie längst EU-Kommissarin.
Derart motiviert, wollten wir nicht anstehen, weitere Nachwuchshoffnungen der österreichischen Politik um die Lösung heimischer Gesellschaftsbaustellen zu bitten.
Jessica W. (Miss Wundschuh 2005)
Also ich find’s eigentlich ein Wahnsinn, dass für so Sachen wie 20 Jahre Mauerfall oder das Haydn-Jahr 2009 so viel Steuergeld rausgehaut wird! Ich mein’, da gibt’s ja auch noch andere Sachen, die gesellschaftlich viel wichtiger waren. Bitte allein die heurigen 50-Jahre Jubiläen: Barbie UND Fischstäbchen! (Und Laaerberg-Bad!! Anm. d. Red.) An sowas denkt wieder keiner!
Fiona S. (regierende Miss Crystal)
Also, ich finde ja, die ganze Minderheitendebatte geht in die völlig falsche Richtung! Allein in Wien leben über 30% Menschen mit Migrationshintergrund. Und Demokratie heißt für mich immer noch Minderheitenschutz! Und dann schauen wir uns die Zahlen einmal genau an: 1% der Bevölkerung besitzt über 27% des Gesamtvermögens. 1% bitte! Na wenn das keine Minderheit ist, wer bitte dann?!
Melania P. (Schaumparty-Starlett, Kaiserebersdorf)
Schauen S’, die Bewegung geht voll den Bach runter! Für mich ganz klar: es gibt nur 1 einziges, wirklich erfolgreiches linkes Gesellschaftssystem: NESPRESSO!
Verstehen S’? Da gibt’s 1 Weltrevolutionsführer, dem alle vertrauen – das ist der George Clooney! Und dann gibt’s in ganz Österreich genau 7 Geschäfte, wo ma sich diese Kaffeekapseln kaufen kann! Ich mein: 7 Geschäfte! Für 8 Millionen Österreicher! Zu Weihnachten und Muttertag haben die Schlangen vor die G’schäfte, davon hätten s’ in der DDR nicht einmal geträumt, wenn’s Bananen gegeben hat!
Das alles macht uns Mut für die Zukunft! Und wenn es auch immer noch Unverbesserliche gibt, die alles schlechtreden möchten – jenen halten wir das Zitat eines großen europäischen Politikers entgegen:
„Hier ist wohl der Vater der Wunsch des Gedankens!“ (Johannes Hahn, 21.4.2009)
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