Duell um Wien – Liste BOBO

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Künstler

Duell um Wien – Liste BOBO


Rechtzeitig vor eventuell vorgezogenen Neuwahlen in der Bundeshauptstadt hat sich eine neue politische Gruppierung formiert, die eine echte Alternative zu den Etablierten darstellt.
 
Die Grünen kommen nicht vom Fleck. Das LIF hat sich zu Herrn Flick gesellt (Wo ist der jetzt eigentlich wirklich geblieben?). Das BZÖ hat sich gewitzt in den Süden zurückgezogen. Und nach den Schwarzen kräht ein Hahn mehr.

Die FPÖ stellt mit Herrn Humoris Causa Strache den ängstlichsten Mann des Landes als Spitzenkandidaten auf: Homophob, islamophob, xenophob, gynophob (Angst vor Frauen), … kann dem Mann bitte endlich jemand helfen! ([strach] bedeutet im Kroatischen übrigens „Angst“.) 

Ja und der Bürgermeister lässt Wien seit Monaten mit „Plakatieren Verboten!“-Plakaten zuplakatieren. Eh verhaltensoriginell – aber auch vertrauenswürdig? 

Gut, dass im Zwielicht der untergehenden Abendlandssonne nun ein frischer Wind weht! So hat diesertags eine Gruppe honoriger Proponentinnen und Proponenten die Liste BOBO gegründet: Bourgeoises Bündnis Ost.

Ziel der neuen Kraft ist es, ein offenes Sammelbecken für alle modernen, alternativen, bürgerlichen, prokrastinierenden, guten Rotwein trinkenden, Fahrrad, Öffis und Autos fahrende, Falter lesende Großstadtbohemiens zu werden.

Wenige Tage nach der Konstituierung haben die BOBO-AktivistInnen Wien bereits gehörig und sichtbar ihren Stempel aufgedrückt. Wir dürfen exklusiv die Eckpunkte politischer Forderungen der BOBOs vorstellen:

Wirtschaft - Maßnahmen gegen die Krise: Grundeinkommen jetzt!

Kein in Wien wohnender Mensch soll an Armut leiden. Daher lautet eine zentrale Forderung der BOBOs: Jedem Wiener und jeder Wienerin sein und ihren persönlichen Geldscheißer!

 
Innere Sicherheit: Überwachungsstadt ja – aber bitte gediegen und gepflegt!

Der öffentliche Raum soll nicht mehr von seelenloser Technik, sondern von arbeitslosen, ehemaligen grünen Abgeordneten höchst persönlich überwacht werden.

 

Nachhaltig und präventiv soll der Bevölkerung durch groß angelegte Aufklärungskampagnen der richtige Umgang mit dem 3. Nationalratspräsidenten und seinem Umfeld beigebracht werden:

 

Familienpolitik: Insgesamt soll der Geschlechtsverkehr als wichtiges Instrument für körperliche Ertüchtigung, seelischen Ausgleich und Erhaltung der Volksgesundheit durchaus gefördert werden.

Allerdings soll die Sicherung der öffentlichen Ruhe und Ordnung besonders in der Nacht gewahrt bleiben:


 

Gesellschaftspolitische Aspekte: Statt die katholischen Heilungsvorhaben von Schwulen und Lesben zu unterstützen, planen die BOBOs ein generelles Hetero-Verbot wien-, österreich- und schließlich weltweit. Einschneidende Paradigmenwechsel sind unvermeidlich:

 

Kultur: In der Kunstpolitik fahren die BOBOs einen radikalen Kurs. Man glaubt allerdings, hierbei die Bevölkerung voll hinter sich zu haben:

 

Wien wird anders: Wählen Sie gut! Wählen Sie richtig! Wählen Sie BOBO!

 

 

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